Anleitung
Mit dem Akkuschrauber polieren
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Kurz gesagt
Mit einem Polieraufsatz mit Klettteller und Schaumstoffpads lassen sich kleine Flächen wie Kratzer im Lack, matte Scheinwerfer oder Chromteile mit dem Akkuschrauber polieren. Arbeiten Sie im langsamen Gang, mit wenig Politur und leichtem Druck, und halten Sie den Teller flach. Für ganze Fahrzeuge oder große Flächen ist eine Poliermaschine besser, weil sie gleichmäßiger arbeitet und nicht so schnell Hitzespuren erzeugt.
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Polieraufsätze für den Akkuschrauber sind günstig und schnell zur Hand. Sie eignen sich gut für kleine Reparaturen am Auto, für Scheinwerfer, Felgen, Edelstahl oder Messing. Wer sie falsch benutzt, riskiert jedoch Hologramme, matte Stellen oder durchgeschliffenen Lack. Diese Anleitung zeigt, welches Zubehör Sie brauchen, wie Sie Gang und Druck wählen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen und wo die Grenzen eines Akkuschraubers beim Polieren liegen.
Was ein Akkuschrauber beim Polieren kann
Ein Akkuschrauber dreht rotierend, also immer in dieselbe Richtung um die Achse. Damit arbeitet er wie eine Rotationspoliermaschine, nur kleiner und mit weniger gleichmäßiger Drehzahl. Für kleine Flächen bis etwa Handtellergröße und für Ecken, an die eine große Maschine nicht kommt, ist das ausreichend.
Ganze Motorhauben oder ein komplettes Fahrzeug sind mit dem Akkuschrauber mühsam. Die kleinen Pads nehmen wenig Fläche mit, und die Gefahr ungleichmäßiger Stellen steigt. Hier ist eine Exzenter- oder Rotationspoliermaschine die bessere Wahl.
Das richtige Zubehör
Nutzen Sie für jede Politurstufe ein eigenes Pad, damit grobe Partikel nicht ins Finish geraten. Spannen Sie den Schaft fest ins Bohrfutter. Ein Bohrschrauber mit Metallbohrfutter hält den Schaft besonders sicher.
- Polierteller mit Klett und Schaft für das Bohrfutter, oft mit 50 bis 80 mm Durchmesser.
- Schaumstoffpads in verschiedenen Härten: fest zum Schleifpolieren, mittel zum Polieren, weich zum Finish.
- Für Metall: Filz- oder Baumwollscheiben und passende Polierpaste.
- Politur passend zum Material, etwa Lackpolitur, Scheinwerferpolitur oder Metallpolitur.
- Mikrofasertücher und Abklebeband.
Gang, Drehzahl und Druck
Wählen Sie den langsamen ersten Gang und regeln Sie die Drehzahl mit dem Taster. Zu hohe Drehzahl erhitzt den Lack schnell und kann Pads ausfransen. Stellen Sie die Kupplung auf die höchste Stufe oder auf Bohren, damit sie nicht ständig auslöst. Die Schlagbohrfunktion bleibt aus.
Üben Sie nur leichten Druck aus und halten Sie das Pad flach auf der Fläche. Wird es schräg gehalten, arbeitet nur die Kante, und es entstehen Kreise oder Brennstellen. Bewegen Sie das Pad ständig in überlappenden Bahnen und verweilen Sie nie an einer Stelle. Wie Gänge und Kupplung zusammenspielen, erklärt Akkuschrauber-Drehmoment richtig einstellen.
Kratzer im Lack polieren: Schritt für Schritt
Tiefe Kratzer, bei denen Sie mit dem Fingernagel hängen bleiben, gehen oft durch den Klarlack. Sie lassen sich durch Polieren nicht entfernen, sondern nur abmildern. In diesem Fall hilft eine Lackierwerkstatt.
- 1
Waschen und trocknen Sie die Fläche gründlich, damit kein Sand unter das Pad gerät.
- 2
Kleben Sie Kanten, Kunststoffteile und Dichtungen ab.
- 3
Geben Sie einige erbsengroße Tupfen Politur auf das Pad.
- 4
Verteilen Sie die Politur bei sehr niedriger Drehzahl auf der Fläche.
- 5
Erhöhen Sie die Drehzahl leicht und polieren Sie in Kreuzgängen, bis die Politur fast transparent wird.
- 6
Wischen Sie Reste mit einem Mikrofasertuch ab und prüfen Sie das Ergebnis im Licht.
- 7
Wiederholen Sie bei Bedarf mit einem weicheren Pad und feinerer Politur.
Scheinwerfer und Metall
Matte Kunststoffscheinwerfer werden häufig zuerst nass mit feinem Schleifpapier vorbereitet und dann mit Politur und Pad aufpoliert. Viele Sets für Scheinwerfer enthalten Aufsätze für den Akkuschrauber. Folgen Sie der Anleitung des Sets und versiegeln Sie den Scheinwerfer danach, sonst wird er schnell wieder trüb.
Edelstahl, Aluminium, Chrom und Messing lassen sich mit Filzscheiben und Metallpolitur bearbeiten. Hier dürfen Sie meist etwas mehr Druck geben, sollten aber auf Hitze achten. Lackierte Felgen behandeln Sie wie Lack, nicht wie blankes Metall.
Hinweis:Tragen Sie beim Polieren eine Schutzbrille, denn Politur kann spritzen. Polieren Sie nie in praller Sonne oder auf heißem Lack, und halten Sie Haare und lose Kleidung vom drehenden Pad fern.
Welcher Akkuschrauber sich eignet
Wichtig sind eine fein regelbare Drehzahl, ein sicheres Bohrfutter und ein Gerät, das gut in der Hand liegt. Kompakte 12-Volt-Bohrschrauber sind leicht und für kleine Pads angenehm, siehe Kompakte 12-Volt-Bohrschrauber. Für längeres Arbeiten mit Metallpolitur bieten 18-Volt-Geräte mehr Reserve, siehe Die besten Akku-Bohrschrauber mit 18 Volt.
Wer regelmäßig Fahrzeuge aufbereitet, sollte eine Poliermaschine einplanen. Viele Akkusysteme bieten eigene Akku-Polierer, die mit denselben Akkus laufen. Für Ecken und kleine Stellen bleibt der Akkuschrauber dann eine nützliche Ergänzung.
Typische Fehler vermeiden
Arbeiten Sie lieber in mehreren leichten Durchgängen als in einem kräftigen. Prüfen Sie das Ergebnis immer wieder mit einer hellen Lampe von der Seite.
- Zu hohe Drehzahl: Der Lack wird heiß, es entstehen Schlieren oder Brennstellen.
- Zu viel Politur: Das Pad schmiert, statt zu polieren.
- Schräg gehaltenes Pad: Es entstehen Kreise und ungleichmäßige Stellen.
- Schmutzige Fläche: Sand und Staub verursachen neue Kratzer.
- Ein Pad für alle Stufen: Grobe Partikel landen im Finish.
Häufige Fragen
Kann ich mit dem Akkuschrauber ein ganzes Auto polieren? Technisch ja, praktisch ist es sehr mühsam und ungleichmäßig. Für große Flächen ist eine Poliermaschine besser.
Welcher Gang ist richtig? Der langsame erste Gang mit fein dosierter Drehzahl. Der schnelle Gang erhitzt den Lack zu schnell.
Brauche ich einen besonderen Aufsatz? Ja, einen Polierteller mit Schaft für das Bohrfutter und passende Pads. Bits oder Bohrer sind dafür nicht geeignet.
Geht das auch mit einem Schlagschrauber? Nein. Das Schlagwerk ist für Polieraufsätze ungeeignet und kann sie beschädigen.
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